16 Tricks, die Eltern dabei helfen, ihre Kinder auf geschickte Art zu erziehen

Im Leben jedes Elternteils gibt es Momente, in denen das Kind kein Gemüse essen möchte, sich gegen das Aufräumen nach dem Spielen sträubt oder einfach nicht pünktlich zu Bett gehen möchte. Jeder Versuch, das Kind zum richtigen Verhalten zu bewegen, endet immer wieder im Streit und mit schreienden, weinenden Kindern — was am Ende niemanden glücklich zurücklässt.

Zum Glück gibt es eine geeignete Lösungsstrategie aus dem Bereich der Psychologie. Du kannst deinem Kind einfach das Gegenteil von dem sagen, was du wirklich meinst. Wenn du deinem Kind zum Beispiel verbietest, Haferflocken zu essen, wird die Tatsache, dass es verboten ist, das Kind dazu bringen, die Haferflocken plötzlich lieber essen zu wollen. Das funktioniert viel besser, als wenn du es mit Zwang versuchst. Das liegt daran, dass wir Menschen immer die Dinge haben wollen, die wir nicht haben können. Und so ist es sehr wahrscheinlich, dass eine verbotene Mahlzeit bald zu den Lieblingsspeisen deines Kindes gehören wird.

Die Benutzer der Plattform Reddit haben uns alles über ihre Lieblingsmethoden erzählt, die sie als Eltern benutzen, um ihre Kinder ganz ohne unnötige Streitigkeiten zu erziehen.

Wir von Sonnenseite haben die einfachsten und effektivsten Tipps und Tricks zusammengetragen, um Eltern dabei zu helfen, ihre Kinder so konfliktfrei wie möglich zu erziehen. Bitte denke aber daran, dass du diese Strategien nicht übermäßig oft benutzen solltest — immerhin handelt es sich im Grunde genommen um Manipulation. Verwende sie von Zeit zu Zeit in Situationen, in denen wirklich nichts anderes weiterhilft.

  • Eine Freundin meiner Mutter hat früher immer nur Gemüse auf ihren eigenen Teller gelegt und nie auf die Teller ihrer Kinder. Als ihre Kinder sie dann fragten, ob sie auch Gemüse essen dürften, zögerte sie erst kurz und sagte dann: “Dieses Gemüse ist eigentlich nur für Erwachsene gedacht. Aber ich kann für euch eine Ausnahme machen.” Und so hatten ihre Kinder nie ein Problem damit, ihr Gemüse zu essen. Ich hingegen erinnere mich noch daran, dass ich als Kind 3 Stunden lang am Esstisch saß und auf ein ekliges Stück Blumenkohl auf meinem Teller starrte. Ich wollte einfach nie mein Gemüse essen. @laik72
  • Eine meiner besten Freundinnen, die ich schon seit meiner Kindheit kenne, durfte zur Strafe nie Salat essen, wenn sie sich daneben benahm. Noch heute ist Salat etwas ganz Besonderes für sie, und damals in der Schule hat sie es sogar als Mittagessen mitgebracht. Witzigerweise wurde ihr Ehemann als Kind mit Leseverbot bestraft — und das führte genau zum gleichen Ergebnis. Ich finde es sehr lustig, dass die beiden die Salattheke und die Bibliothek als eine Art Belohnung ansehen. @cookiearthquake
  • Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass ich meine Suppe erst essen darf, nachdem ich alle Süßigkeiten vernascht habe — aber leider hat sie mir immer nur Süßigkeiten gekauft, die ich absolut nicht mochte. Nachdem ich ein paar Mal versucht hatte, die Süßigkeiten aufzuessen, flehte ich meine Mutter an, mich erst die Suppe essen zu lassen. Sie grinste mich an und sagte mir, ich solle ruhig zuschlagen. Das hört sich nicht so fies an, wie es sich zu dem Zeitpunkt anfühlte. Aber glaubt mir, es hat keinen Spaß gemacht. @turkeypr0
  • Zweimal im Jahr lasse ich meine Kinder essen und alles tun, was sie wollen. Sie schlagen sich an diesen Tagen die Bäuche mit ungesundem, fettigem Essen voll. Die ersten drei Male aßen sie so viel ungesundes Zeug, dass sich ein paar von ihnen sogar übergeben mussten. Sie können sich mittlerweile viel besser beherrschen und suchen sich lieber wenige, hochwertige Leckereien aus, als sich übermäßig vollzustopfen. @ZombieBoobies
  • Als Kind habe ich mich morgens immer geweigert, aufzustehen. Meine Mutter hat mich damals ausgetrickst. Sie hat mir erzählt, dass wir gemeinsam meinen Vater erschrecken können, indem wir ihn glauben ließen, dass ich noch schlief. Ich sollte mich dazu schnell anziehen und unter der Bettdecke verstecken. Als mein Vater dann reinkam, um mich zu wecken, hüpfte ich aus dem Bett und wollte ihn dadurch, dass ich schon fertig angezogen war, überraschen. Der Trick hat jahrelang funktioniert — ich habe nie daran gedacht, ihn in Frage zu stellen. Im Nachhinein ist mir natürlich klar geworden, dass meine Eltern mich nur ohne großen Widerstand zum Aufstehen überreden wollten. @mfiggfi
  • Mein Vater hat mit mir immer gerne ein Spiel gespielt, bei dem man die Wäsche schnellstmöglich falten musste. Er hat nie gewonnen. @stonerplumber
  • Ich weiß nicht, ob bei mir die Strategie funktioniert hat, bei der man das Gegenteil von dem tut, was einem gesagt wird oder ob ich einfach aus einer erschöpften Verzweiflung heraus reagiert habe. Wir standen an der Supermarktkasse in der Schlange. Das Kind war etwa 3 Jahre alt und ich merkte, dass das Nörgeln sich plötzlich in einen Wutanfall verwandelte. Ich schaute nach unten und sagte laut und deutlich: “Wo ist deine Mutter? Wir müssen deine Mutter finden!” Meine Tochter reagierte erschrocken und verwirrt, da schließlich ich ihre Mutter bin. Der Wutanfall endete sehr schnell wieder und sie umarmte mich schließlich. @stephlj
  • Mein Sohn hat sich immer geweigert, das Spielzeug wieder aufzuräumen. Allerdings liebt er es schon immer, Aufgaben unter Zeitdruck zu lösen und er will einfach immer gewinnen. Also verwandelte ich das Aufräumen in einen Wettbewerb. Ich forderte meinen Sohn auf, die roten Spielsachen so schnell wie möglich wegzuräumen. Dann die Blauen, und danach die Grünen und so weiter. Am Ende waren alle Spielzeuge ordentlich aufgeräumt. @divorced_dad_670
  • Meine Mutter hat mich ausgetrickst und mich dazu gebracht, Spanisch zu lernen. Dazu musste sie mir nur sagen, dass mein Bruder besser Spanisch sprechen kann als ich. @mylittlesyn
  • “Ich wette ihr könnt nicht...” Beide HASSEN die Annahme, dass sie irgendetwas NICHT können. “Könnt ihr euer Spielzeug aufräumen?” — die Frage wird in den meisten Fällen mit NEIN beantwortet. Wenn ich allerdings sage “Ich wette, ihr bekommt es nicht hin, all eure Spielzeuge wieder in die Box zu räumen”, fangen sie an durch den Raum zu huschen und alles wie verrückt aufzuräumen. Danach stellen sie sich hin und verkünden “Siehst du, ich habe dir doch gesagt, dass ich das kann!” Dann muss ich nur noch so tun, als hätte mich das überrascht. Sie sind erst 4 und 7 Jahre alt, deswegen weiß ich, dass meine Tricks nicht mehr lange funktionieren werden, aber bis jetzt funktioniert meine Strategie jedes Mal einwandfrei. @bibbobbins
  • Es gab im Regal ein verbotenes Buch, das ich nicht lesen durfte. Meine Eltern sagten, dass ich es nur dann lesen dürfte, wenn ich mich gut benahm. Das war während der Sommerferien und ich spielte den ganzen Tag lang Spiele (Nachdem ich 6 Stunden mit Schularbeiten verbracht hatte). Eines Tages war ich alleine zu Hause und konnte mir das Buch heimlich schnappen. Ich nutzte die erste Gelegenheit und laß direkt das halbe Buch. Das Buch hieß 5,000 Jahre chinesischer Geschichte. Ich war von dem Titel des geheimen Buches tatsächlich sehr verwirrt. @oddstodd
  • Mein Sohn war als kleines Kind sehr impulsiv veranlagt. Er versuchte oft, vor mir wegzulaufen, wenn wir die Straße überqueren wollten, statt einfach an meiner Hand zu gehen. Also erzählte ich ihm, dass er meine Hand halten musste, damit mich niemand entführen konnte. Und es funktionierte. Er fühlte sich dafür verantwortlich, mich zu beschützen und hielt ab diesem Zeitpunkt stets meine Hand. @TimelyKaleidoscope
  • Frag deine Kinder nicht, ob sie Lust haben, etwas zu tun. Gib ihnen stattdessen die Wahl zwischen zwei Optionen. Wenn es Schlafenszeit ist, wird meine kleine Tochter immer sehr nörgelig. Ich frage sie dann “Möchtest du dein Spielzeug aufräumen oder schlafen gehen?” Und sie sagt jedes Mal, dass sie ins Bett gebracht werden möchte. Ich denke, dass die Nachfrage bei kleinen Kindern dazu führt, dass sie sich entscheidungsbefugter fühlen. @ThoseAreBlueToo
  • Ich glaube, bei mir hat der bekannte Trick auch funktioniert — mir wurde das Gegenteil von dem gesagt, was man eigentlich meinte. Aber ich habe es erst gemerkt, als mein Vater es mir erzählt hat. Immer, wenn er mich darum bat, den Rasen zu mähen, nörgelte ich und zögerte es irgendwie hinaus. Wenn er mir aber die Wahl gab und mich fragte, ob ich lieber den Rasen mähen oder die Fenster putzen will, entschied ich mich für das geringere Übel und erledigte es einfach. Er enthüllte diese Strategie erst, als ich 20 Jahre alt war. Ich war völlig verblüfft. Heute benutze ich den gleichen Ansatz beim Babysitten und wenn ich Sportunterricht gebe. Die Strategie funktioniert einfach immer. @AppealToReason16
  • Als mein Sohn 4 Jahre alt war, kam er immer viel zu früh morgens in unser Schlafzimmer gestürmt und war schon voller Energie. Also musste ich entweder Aufstehen und mich mit ihm auseinandersetzen oder ihm eine Aufgabe geben, mit der er lange genug beschäftigt war, damit ich noch einmal meine Augen zumachen konnte. Einmal sagte ich ihm, er solle herausfinden, welches seiner Beine schneller war als das andere. Auf die Idee war ich besonders stolz. Er rannte stundenlang im Flur herum und zappelte wie verrückt mit den Beinen. Als er schließlich in unser Schlafzimmer zurückkam, war er völlig erschöpft und verkündete, dass beide Beine gleich schnell seien. @Georgeisthecoolest
  • Ich bringe meinem Sohn gerade bei, das Töpfchen zu benutzen. Er ist 3 Jahre alt geworden. Er erweist sich definitiv schwieriger als seine Schwester. Und stur ist er auch noch dazu. Als ich ihm seine Windel anzog, sagte ich “Windeln sind was für kleine Babys. Lass uns deine Babywindel anziehen.” Darauf antwortete er, “Ich bin aber kein Baby! ” Und ich erwiderte, “Naja, große Jungen benutzen das Töpfchen.” Heute trägt er schon den fünften Tag tagsüber keine Windel mehr. @Toad32

Hast du schon einmal eine dieser Methoden bei deinen Kindern versucht? Oder haben deine Eltern bei deiner Erziehung ähnliche Strategien benutzt? Erzähl uns davon in den Kommentaren!

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