18 Nonverbale Zeichen, die dir helfen können, dein Baby besser zu verstehen

Wenn ein Baby noch sehr klein ist, neigen die Eltern dazu, sich große Sorgen um das Wohlbefinden und die Gesundheit ihres Kindes zu machen. Sie möchten am liebsten genau wissen, was ihr Baby will und was dem Kind Unbehagen bereiten könnte. Aber wie versteht man die Bedürfnisse von Babys, die noch nicht sprechen können? Experten haben 3 Hauptmethoden entwickelt, die Eltern dabei helfen sollen, erfolgreicher mit ihren Babys zu kommunizieren.

Während viele Eltern mit der Zeit lernen, die individuellen Verhaltensweisen ihres eigenen Babys zu verstehen und zu interpretieren, wollten wir von Sonnenseite einige allgemeine Regeln finden, um die besonderen Bedürfnisse aller Kinder besser zu verstehen.

Wie Babys weinen

Weinen ist die wichtigste Art und Weise, wie ein Baby die eigenen Bedürfnisse in den ersten 4 Lebensmonaten ausdrückt. Aber woher sollen die Eltern wissen, ob das Baby vor Hunger, Schmerzen oder aus einem anderen Grund weint?

  • Ein Rufschrei. Das Baby ist schon lange alleine und möchte gerne, dass die Eltern kommen und sich um ihr Kind kümmern. Das Kind weint 5-6 Sekunden lang ununterbrochen und hält dann 20 Sekunden lang inne, als warte es auf das Ergebnis der Rufschreie. Wenn die Eltern nicht reagieren, wiederholt sich dieser Zyklus mehrmals, bis das Weinen schließlich kontinuierlich wird.
  • Ein Hungerschrei. Der Hungerschrei kann als Rufschrei beginnen, aber wenn das Baby nicht hochgehoben und gefüttert wird, geht der Schrei weiter und beginnt, hysterisch zu klingen. Das Baby dreht dabei manchmal den Kopf und macht schmatzende Geräusche mit dem Mund.
  • Ein Schmerzensschrei. Dieses Weinen ist meist monoton, laut und unerlässlich. Von Zeit zu Zeit kommt es zu hysterischen Ausbrüchen, die darauf hinweisen, dass der Schmerz zunimmt. Wenn das Baby jedoch krank wird, kann sein Schreien auch eintönig, aber leise sein, weil das Kind nicht genug Kraft hat, um laute Geräusche zu machen.
  • Ein Schrei als Ausdruck physiologischer Prozesse. Blähungen, das Wasserlassen oder der Stuhlgang können bei einem Kind anfangs Beschwerden verursachen. In diesen Fällen ähnelt das Weinen einem Jammern und Quietschen.
  • Ein Weinen aus Müdigkeit. Wenn das Baby schlafen möchte, aber aus irgendeinem Grund nicht einschlafen kann, klingt sein Schreien wie ein beleidigtes und sanftes Winseln, gefolgt von einem Gähnen. Das Baby reibt sich dabei auch manchmal die Augen und Ohren.
  • Das Weinen vor Unbehagen. Diese Art des Weinens klingt gereizt und intermittierend. Die Schreigeräusche werden oft von Zappeln begleitet. Das Baby kann auch um sich schlagen und den Rücken wölben. Das bedeutet, dass es höchste Zeit ist, die Windel zu überprüfen. Alternativ könnte dem Kind auch die Kleidung zu kalt oder zu warm sein.
  • Darüber hinaus können sehr kleine Babys auch weinen, weil sie ihre Umgebung ändern möchten oder wenn sie frustriert oder gelangweilt sind

Die Geräusche, die sie machen

Die australische Kinderärztin Priscilla Dunstan studiert und erforscht seit mehr als 20 Jahren frühkindliche Geräusche und deren Bedeutung (dazu gehören im Alter von 3-4 Monaten). Tausende von Babys verschiedener Nationalitäten nahmen unter Betreuung der Eltern an ihren Forschungsprojekten teil. Priscilla glaubt, dass die primären Reflexgeräusche international gleich sind. Ab dem Alter von 4 Monaten beginnen Babys, kommunikationssuchende Laute zu erzeugen, die sich mehr auf körperliche Bedürfnisse beziehen.

Priscilla hat ihre eigene Schule gegründet, um den neuen Eltern beizubringen, die Bedürfnisse ihrer Babys zu verstehen. Es wird angenommen, dass die Fähigkeit, diese Geräusche rechtzeitig zu erkennen, eine bevorstehende Weinepisode verhindern kann.

Das ’Wörterbuch’ der wichtigsten Geräusche beinhaltet:

  • ’Neh’ - “Ich habe Hunger!” Dieses Geräusch entsteht, wenn das Baby seine Zunge bis zum Gaumen hochdrückt. Es wird durch den Saugreflex ausgelöst.
  • ’Äh’ - “Ich werde ein Bäuerchen machen!” Dieses Geräusch entsteht, wenn überschüssige Luft aus der Speiseröhre des Babys austritt und das Baby versucht, sie reflexartig aus dem Mund zu entfernen.
  • ’Ouu’ - “Ich bin müde!” Das Baby erzeugt dieses “Müdigkeitsgeräusch”, indem es vor dem Gähnen die Lippen nach innen faltet.
  • ’Heh’ - “Mir geht’s nicht gut!” Unangenehme taktile Empfindungen bringen das Baby dazu, sich zu bewegen und mit den Händen und Füßen zu rucken. Alle diese Bewegungen tragen dazu bei, dass das ’Heh’-Geräusch erzeugt wird, insbesondere wenn der Mund des Babys leicht geöffnet ist
  • ’Eairh’ - ’’Ich habe Blähungen und Bauchschmerzen!’ Die Geräusche, die das Kind macht, klingen verzerrt und verwandeln sich in ein Stöhnen, wenn ein Baby seinen Bauch anspannt und ausatmet, während es versucht, die Schmerzen loszuwerden.

Die Bewegungen, die sie machen

Die Körpersprache sagt viel über das Wohlergehen eines Babys aus:

  • Den Rücken wölben. Babys unter 2 Monaten machen diese Bewegung oft, wenn sie auf Schmerzen und Koliken reagieren. Wenn ein Baby nach dem Essen den Rücken krümmt, bedeutet dies, dass es satt ist. Wenn Sie sehen, dass Ihr Baby diese Bewegung oft während des Essens macht, kann dies ein Anzeichen für Verdauungsprobleme sein. Wenn das Baby älter als 2 Monate ist, deutet diese Bewegung normalerweise auf Müdigkeit und schlechte Laune hin.
  • Das Drehen des Kopfes. Dies ist eine beruhigende Bewegung für das Baby. Sie wird vor dem Einschlafen durchgeführt oder wenn das Kind in der Nähe von fremden Menschen ist.
  • Das Greifen nach den Ohren. In den meisten Fällen zeigt diese Bewegung, dass das Baby nur seinen Körper erkundet. Du solltest den Arzt nur dann konsultieren, wenn das Kind nach dieser Bewegung weint und sich der Bewegungsablauf oft wiederholt.
  • Die Fäuste ballen. Dies ist ein Zeichen von Hunger. Wenn du die Bewegung rechtzeitig bemerkst, kannst du das Schreien durch den Hunger verhindern.
  • Das Anheben der Beine. Dies ist ein Zeichen von Koliken und Bauchschmerzen. Das Baby versucht reflexartig den Schmerz zu lindern.
  • Rucken mit den Armen. Diese Bewegung bedeutet, dass das Baby Angst hat. Ein lautes Geräusch, helles Licht oder ein plötzliches Erwachen können den Schreckreflex auslösen. In diesem Fall muss das Baby getröstet werden.

Kinderärzte empfehlen, dass du so oft wie möglich mit deinem Baby sprichst und ihm alles in seiner Umgebung erklärst und zeigst, auch wenn es den Anschein hat, als ob das Kind noch nichts versteht. Das kann dem Baby dabei helfen, mit individuellen Geräuschen und Gesten schnell mit dir als Elternteil zu kommunizieren und sich entsprechend besser zu entwickeln. Wir wünschen dir viel Glück und hoffen, dass du dich gut mit deinem Kind verständigen kannst!

Gibt es etwas, das du dieser Liste hinzufügen möchtest? Wir würden uns freuen, deine Ideen in den Kommentaren zu lesen!

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