Wie du lernst, wo du überschüssiges Fett ansetzt und wie du es loswerden kannst

Egal ob man dünn oder etwas rundlicher ist, man sollte darauf achten, wo der eigene Körper Fett speichert. Diese Information sendet dir wichtige Gesundheitssignale, auf die du achten solltest, um ein gesundes Leben mit einer passenden, hinreißenden Silhouette zu führen.

Wir bei Sonnenseite werden euch helfen herauszufinden, ob eure Kurven etwas zusätzliches Gewicht tragen. Und wir erklären euch, wie ihr in diesen Bereichen etwas abnehmen könnt.

Wie du die “Extrapfunde” an deinem Körper entdeckst

  • Brüste und Arme: Weiße Fettzellen können in der Nähe deiner Brüste und Arme gespeichert werden. Das kann genetische Gründe haben. Oft kannst du sie nur loswerden, wenn du am ganzen Körper abnimmst. Deshalb solltest du zuerst deinen Body Mass Index kennen. Der BMI wird berechnet, indem du deine Größe durch deine Körpergröße hoch 2 teilst. Du kannst auch einen BMI-Rechner verwenden. Ein BMI über 30.0 bedeutet starke Fettleibigkeit. In diesem Fall solltest du abnehmen.
  • Bauch: Für Frauen bedeutet eine Taillenweite von mehr als 88,9 cm Übergewichtigkeit. Bei Männern sind es 101,6 cm. Diese Zahlen sind wichtige Anzeichen für überschüssiges Fett am Bauch.
  • Hüften und Oberschenkel: Um herauszufinden, ob du in diesem Bereich überschüssige Pfunde hast, solltest du deinen Taille-Hüft-Quotienten (THQ) überprüfen. Er wird berechnet, indem du deinen Taillenumfang durch deine Hüftweite teilst. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass der Quotient für Männer rund 2,3 cm oder weniger betragen sollte. Bei Frauen lautet die Empfehlung gut 2,1 cm oder weniger.

Bauchbereich

Eine neue Studie beweist, dass eine breite Taille das spätere Risiko eines Herzinfarkts oder einer Diabeteserkrankung erhöht. Das Fett in der Taillenregion nennt sich Viszeralfett. Es befindet sich eigentlich rund um deine inneren Organe. Deshalb ist es so gefährlich. Die Mayo Clinic deutet an, dass apfel- und birnenförmige Körperarten das Risiko von Herzinfarkten aufgrund des Viszeralfetts erhöhen.

  • Eine Birnenform bedeutet, dass die Taille und Schultern schmaler sind als die Hüften. Wenn du einen birnenförmigen Körper hast, heißt das nicht automatisch, dass du gefährdet bist. Allerdings haben Frauen mit birnenförmigen Körpern ein höheres Risiko, zuzunehmen und eine Apfelform anzunehmen. Das gilt besonders für die Zeit nach der Menopause.
  • Die Apfelform bedeutet, dass die Taille breiter ist als die Schultern und Hüften. Das ist die Körperform, die man vermeiden sollte.

Wenn du eine Diät anfängst, die reich an Ballaststoffen ist, ist die Taille einer der ersten Körperteile, die sich positiv verändern werden. Aber selbst wenn du viele Bauchübungen machst, wirst du keine Muskeldefinition sehen, ohne gleichzeitig abzunehmen. Zum Aufbauen von Bauchmuskeln ist es am besten, Übungen zu machen, die gut für dein Herz-Kreislauf-System sind. Dazu zählen zum Beispiel Joggen und Fahrradfahren. Vergiss auch nicht, dass Stress und unregelmäßiger Schlaf zu dem Fett rund um deine Taille beitragen können.

Brüste und Arme

Es wird oft empfohlen, am ganzen Körper abzunehmen. Aber in manchen Fällen kannst du davon profitieren, wenn du gezielt in bestimmten Bereichen abnimmst und die entsprechenden Muskeln trainierst. Wenn du übergewichtig bist, solltest du außerdem deinen Insulinspiegel kontrollieren lassen.

Viel Wasser zu trinken und ballaststoffreiche Lebensmittel zu dir zu nehmen, kann dir bei der Gewichtsabnahme rund um Brüste und Arme helfen. Dazu gehören aber auch Eigengewichtsübungen wie zum Beispiel Liegestütze, Unterarmstütze und Trizeps-Stützen. Mach außerdem mehr Kardiotraining, um deine Muskeln für eine gleichmäßige Figur zu trainieren.

Hüften und Oberschenkel

Das Fett um deine Hüften und Oberschenkel nennt man subkutanes Fett. Das bedeutet, dass diese Säuren nicht in den Blutstrom gelangen. Da sie sich so auch nicht unter der Haut sammeln, stellen sie keine Gefahr für deine inneren Organe dar. Somit ist das Fett in diesen Bereichen nicht so ungesund wie das Fett um deine Taille. Eine Studie der Universität Oxford zeigt, dass ein dickeres Gesäß helfen könnte, Herzkrankheiten und Diabetes zu verhindern. Das liegt daran, dass das Fett in unseren Oberschenkeln, im Gesäß und in den Hüften Fettsäuren aus unserem Essen enthält.

Es ist möglich, rund um die Hüften abzunehmen, wenn man am ganzen Körper an Gewicht verliert. Ersetze dafür industriell verarbeitete Lebensmittel und Zucker mit frischen, saisonalen Gerichten und natürlichem Zucker. Wenn dein Körper sich an die neue Ernährungsweise gewöhnt hat, wird er gespeichertes Fett verbrennen, um Energie zu gewinnen. Das ist die beste Zeit, um mit Sport anzufangen! Vermutlich kann dir das sogenannte High-Intensity Intervall-Training helfen, gute Ergebnisse zu erzielen. Bei dieser Art des Trainings hat man kurze Abschnitte mit intensiven Übungen, zwischen denen man für einen bestimmten Zeitraum Pause macht.

Bonus: Lerne die “gute” Art von Fett kennen!

Es gibt noch eine andere Art der Fettzelle, die man “braunes Fett” nennt. Die Wissenschaft arbeitet noch an ihrer Ergründung, aber man kann guten Gewissens sagen, dass braune Fettzellen eine positive Wirkung haben. Sie werden meistens in kleineren Speichern rund um Hals, Schultern und Schlüsselbein gelagert. Braunes Fettgewebe enthält viel Eisen, welches ihm die braune Farbe gibt. Wenn eine braune Fettzelle verbrannt wird, produziert sie Wärme, ohne zu einem “Zittern” zu führen. Das ist ein Anzeichen dafür, dass man dieses Fett nicht verbrennen sollte. Allerdings könnte es nützlich sein, deine weißen Fettzellen in braune zu verwandeln. So kannst du abnehmen und deine Gesundheit verbessern. Dr. Christian Wolfrum meinte dazu: “Sogar 55 g aktives braunes Fettgewebe könnte den Kalorienverbrauch um 20% steigern.”

Wenn es um die Wohlfühlfigur geht, muss jeder für sich entscheiden, was am besten funktioniert. Habt ihr noch andere Tipps und Tricks, die ihr mit uns teilen möchtet?

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