10 unausgesprochene Regeln über das Verhalten bei der Arbeit, die total veraltet sind

Egal, wo man arbeitet — an jedem Arbeitsplatz gibt es gewisse Regeln. Und damit meinen wir nicht die, die vom Arbeitgeber aufgestellt werden (wie z.B. pünktlich zur Arbeit zu kommen). Wir meinen die Regeln, die zwischen Kollegen, Angestellten und Vorgesetzten bestehen. Sie existieren, um das Verhalten zwischen Arbeitskollegen zu regeln, und niemand weiß, warum.

Wir bei Sonnenseite glauben nicht, dass es nötig ist, manchen dieser Regeln zu folgen. Im Gegenteil, es kann sogar kontraproduktiv sein. Deshalb haben wir ein paar Musterbeispiele dieser Standards für euch zusammengestellt.

24/7 verfügbar sein

Wenn der Arbeitstag vorbei ist, hat man das Recht, sein Handy auszumachen und Arbeitsnachrichten oder -anrufe nicht mehr anzunehmen. Doch manche Vorgesetzte bestehen darauf, dass ihre Angestellten immer erreichbar bleiben.

Mit Kollegen sprechen, obwohl man es nicht will

Nicht alle Kollegen lösen angenehme Gefühle aus. Trotzdem hören wir manchmal unnötigen Unterhaltungen zu, anstatt in Ruhe gelassen zu werden. Kollegen zu sein, heißt nicht, dass man befreundet ist — wir möchten dir damit sagen, dass es nicht schlimm ist, wenn man keine Lust auf Smalltalk hat. Wenn man nicht reden möchte, dann muss man das auch nicht.

Sich auf die Karriere konzentrieren

Immer wieder hört man, dass man die Karriereleiter weiter hochklettern muss, um erfolgreich zu sein. Aber wenn man seine Position und seinen Arbeitsplatz mag, sollte man sich nicht unter Druck setzen, wenn man sich nicht weiterentwickelt. Karriere zu machen ist nicht das einzige Zeichen für Erfolg. Es gibt viele Menschen, die für viele Jahre die gleiche Position innehaben und trotzdem glücklich sind.

Länger bei der Arbeit zu bleiben, weil es ’unhöflich ist’, das Büro um Punkt 18 Uhr zu verlassen

Es ist 18 Uhr, die Arbeit ist erledigt und es ist Zeit, nach Hause zu gehen. Aber die Kollegin oder der Abteilungsleiter lächelt missbilligend und sagt, dass man mindestens 15 Minuten länger auf der Arbeit bleiben sollte. Naja, falls sie das wollen, musst du sie nicht vom Gegenteil überzeugen — aber du kannst nach Hause gehen, sobald dein Arbeitstag vorbei ist.

Seine Meinung für sich behalten

Manche Leute glauben, dass man seine Meinung für sich behalten sollte, wenn man in einem Team arbeitet. Es ist es natürlich nicht wert, wegen Kleinigkeiten mit seinem Vorgesetzten zu streiten. Aber wenn die Entscheidungen dieses Vorgesetzten illegal sind, jemandes Gesundheit verletzen oder die Grenzen eines Angestellten überschreiten, sollte man das nicht einfach so hinnehmen.

Zurückhaltend sein, während man sein Gehalt verhandelt

Auch veraltet ist die Angst, Boni und Gehälter mit seinem Vorgesetzten oder möglichen Arbeitgeber zu diskutieren. Manche Leute sind zurückhaltend, wenn es darum geht, nach Geld zu fragen — selbst in einem Vorstellungsgespräch. Sie glauben, der potenzielle Arbeitgeber sei nur an Geld interessiert und dass er einen anderen Kandidaten einstellen könnte, wenn sie darum bitten. Aber warum suchen Menschen sich denn überhaupt einen Job? Gehalt kann und sollte verhandelt werden.

Bei der alten Arbeit erst kündigen, wenn man einen neuen Job hat

Manche Leute könnten Angst haben, ihren alten Job zu verlassen, bevor sich eine neue Arbeitsstelle aufgetan hat. Deshalb tolerieren sie unangenehme Arbeitsbedingungen, bis sie einen neuen Job gefunden haben und sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen müssen. Diese Ansicht ist berechtigt, denn Stabilität ist im Arbeitsleben wichtig. Doch wann ist es besser, einen Arbeitsplatz ohne Folgeplan zu verlassen? Es gibt einige Gründe dafür: zum Beispiel Probleme mit der Bezahlung, verspätete Gehälter, Gehaltskürzungen, Personalabbau oder inakzeptables Verhalten deiner Vorgesetzten oder Kollegen.

Social Media-Accounts vor Vorgesetzten verstecken

Unsere Social Media-Accounts sind etwas ganz Persönliches. Und egal, welche Fotos wir dort veröffentlichen: sie machen uns nicht zu schlechten Menschen. Ob man Lehrer, Arzt, Ingenieur oder Kindergärtner ist — unabhängig vom Beruf hat jede Person das Recht auf ein Privatleben. Und ein Foto im Bikini zu posten ist nichts, wofür man sich schämen muss, selbst wenn man in der Wissenschaft arbeitet.

Sonderpflichten ohne Gegenleistung erledigen

Manager und Vorgesetzte geben gerne Arbeit ab, die nicht im Aufgabengebiet ihrer Angestellten liegt. Und besonders neue Angestellte wollen einen guten Eindruck machen und nehmen diese Arbeiten an. Aber danach wird es schwer für sie, zusätzliche Arbeit abzulehnen. Es ist besser, über solche Dinge am Anfang zu sprechen — wenn man bereit ist, zusätzliche Arbeit zu übernehmen, sollte der Vorgesetzte bereit sein, dafür zu bezahlen.

Sich auf der Arbeit klein machen

Es ist eine weit verbreitete Ansicht unter Arbeitskollegen — es gibt kein ’ich’, nur ’uns’. Aber wenn sich eine Gelegenheit auftut, zu zeigen, wer der bessere Arbeiter ist, sollte man sich nicht klein machen. Deine Fähigkeiten und Talente gehören nur dir, nicht deinem Team.

Welche unausgesprochenen Regeln auf der Arbeit würdet ihr gerne abschaffen?

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